Berlin Metropolitan School

Ein Dachaufbau mit einer Außenhülle aus Kupfer erweitert die Metropolitan School in Berlin-Mitte. Die drei Flügel des Bestandsgebäudes, das 1987 als industriell vorgefertigter Stahlbeton-Systembau errichtet wurde, gruppieren sich um einen großzügigen Innenhof im historischen Viertel Spandauer Vorstadt. Eine horizontale Erweiterung war daher zunächst nur als Anbau an das Gebäude im Süden und auf der Freifläche im Blockinneren denkbar. Mit Dachaufbauten auf dem nördlichen und westlichen Flügel und einem viergeschossigen Anbau im Süden haben die Architekten von Sauerbruch Hutton die Fläche der Schule um 3500 m² erweitert und so den rund 1000 Schülern ihren Pausenhof erhalten. Mehr als die Hälfte der neuen Fläche schufen die Planer in den Dachaufbauten aus Holzmassivbauweise an der Torstraße im Norden und auf dem Seitenflügel im Westen. Hohlkastendecken überspannen die Wände aus großformatigen Brettsperrholz-Elementen. Das geringe Eigengewicht der Dachaufbauten erforderte keine zusätzlichen Fundamente oder Eingriffe am Tragwerk: Die längsverlaufenden Fassaden und Flurwände aus Stahlbeton tragen die Lasten des Bestandsgebäudes. Lastreserven in den gleich stark bewehrten Querwänden tragen die neuen Geschosse.