Technik: Vorgefertigtes Bauen mit Holz

Holz eignet sich in besonderer Weise für die Vorfertigung - es ist leicht, besitzt eine hervorragende Tragfähigkeit und lässt sich einfach be- und verarbeiten. Bereits vor Jahrhunderten wurden Wände und Decken von Fachwerkhäusern oder ganze Dachstühle auf dem Reiß- oder Schnürboden »abgebunden«, d. h. sie wurden auf dem Boden vollständig für den Zusammenbau in der Höhe vorbereitet. Heute sind neben Stützen, Sparren, Trägern etc. auch komplette Wand-, Decken- und Fassadenelemente üblich. Auch gibt es immer wieder Ansätze für ganze Raumeinheiten. Von besonderer Bedeutung bei zusammengesetzten Bauteilen sind die Beplankungen. Seit den 1920er-Jahren werden dafür Sperrholz- und Spanplatten verwendet, so genannte Holzwerkstoffe, oder Gipskarton- und Gipsfaserplatten, die in Kombination mit Mineralwoll- und Holzfasermatten die ideale Ergänzung hinsichtlich Brand-, Schall- und Wärmeschutz bilden. Je komplexer Bauteile werden, z. B. Wandtafeln mit aufwändigen Schichtaufbauten, desto wichtiger sind optimale Fertigungsbedingungen. Diese können nur witterungsunabhängige Werkhallen mit entsprechender technischer Ausstattung bieten. Die immer größer werdenden Bearbeitungsmaschinen lassen sich nicht einfach auf der Baustelle einrichten, daher sollten die zusammengesetzten Bauteile transportiert werden. Dies ist problemlos möglich, solange die Grenzen für Transport und Montage eingehalten werden.