Das Institut für Meereskunde ist eine staatliche Behörde der Republik Irland. Die Aufgabe dieses Instituts besteht darin, Meeresforschungen durchzuführen, zu koordinie-ren und voranzutreiben. Für ein Land wie Irland mit einer Unterwasserfläche von über 890 000 m2, das ist etwa zehnmal mehr als die Landfläche, haben solche Forschungen eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. Kein Wunder also, dass man auf die Errichtung und Gestaltung des 40 Mio teuren Neubaus für das Institut in Oranmore, in der Grafschaft Galway, besondere Sorgfalt verwendete. Schon allein die Auswahl des Grundstücks zeigt eine hohe Sensibilität. So liegt der Baugrund auf einer unbebauten Halbinsel außerhalb der Ortschaft an der irischen Westküste. Wichtigste Kriterien für die Standortwahl waren vor allem der Salzgehalt des Meerwassers sowie dessen Sauberkeit und Temperaturstabilität. Zudem legte man viel Wert auf ein positives Arbeitsumfeld für die Wissenschaftler und Verwaltungsangestellten. Es entstand ein attraktives Gebäude, das, obwohl nach dem neuesten Stand der Technik entworfen, wenig mit der oft klinischen Atmosphäre vieler Laborbauten gemeinsam hat.