Die mittelalterliche Kleinstadt Olite war Residenz der Könige von Navarra. Das Kastell, das um die Jahrhundertwende restauriert worden war, ist beredtes Zeugnis vergangener Macht. Zusammen mit den alten, malerischen Häusern mit Erkern, Balkonen und Dachterrassen typisch südländischer Provenienz wirkt es wie eine Theaterkulisse, in der ein modernes Stück aufgeführt wird, die Plaza de Olite mit seiner strengen Formensprache und geometrischer Platzgestaltung- und Ausstattung. Der langausgestreckte Platz folgt dem unregelmäßigen Verlauf der Häuserfassaden und Arkaden, die ihn umschließen und nach einer architektonisch empfindsamen Lösung verlangten, die das Alte mit dem Neuen harmonisch verbindet. Wichtiger Teil des Ausbaues waren die unterirdischen Gewölbe. Diese hervorragend erhaltenen Gewölbe wurden im Zuge der Restaurierungsarbeiten entdeckt und von jahrhundertealtem Schutt befreit. Sie gehen auf das 11. und 12. Jahrhundert zurück und bildeten in den Zeiten kriegerischer Eroberungen wohl einen unterirdischen Zugang zum Kastell.
