In den 90er-Jahren entstand die Idee, als »Grand Projet« unter Jacques Chirac ein großes völkerkundliches Museum nicht weit vom Eiffelturm an der Seine zu errichten, um die ethnografische Sammlung des »Musée de l‘Homme« und die des »Musée des Arts d‘Afrique et d‘Oceanie« gemeinsam auszustellen. Jean Nouvel setzte sich im Wettbewerb mit dem Vorschlag durch, das Gebäude in einen großen Garten einzubetten, der die Erdteile, aus denen die Sammlung zusammengetragen wurde, in pflanzlicher Form repräsentiert. Um diesen als eigene Welt vom Stadtraum zu trennen, verwendet er dasselbe Motiv wie zuvor bei der Fondation Cartier: eine hohe Glaswand entlang der Grenze zur stark befahrenen Uferstraße.
