Zwischen der Berglandschaft Sintras und dem Meer erheben sich die klaren weißen Kuben der Kindertagesstätte in freier Landschaft. In naher Zukunft wird hier ein neues Siedlungsgebiet entstehen. Zwei Freibereiche unterschiedlichen Charakters sind dem Gebäude angegliedert. Der ruhige geschlossene Hof mit einer Korkeiche und flachem Wasserbecken ist auf den Bergblick im Norden ausgerichtet. Er liegt zwischen Verwaltungstrakt und Speisesaal, dessen Glasfassade eine stählerne Pergola verschattet. Der südliche Freibereich mit Aussicht auf das Meer ist den Gruppenräumen der Kinder zugeordnet und dementsprechend mit Spielgeräten ausgestattet. Ein Vordach bietet den nötigen Wetterschutz, die schräge Blechverkleidung reflektiert das Licht und gibt den Blick auf den Himmel frei. Prägendes Element im Inneren ist der lange Flur mit durchlaufendem, überhöhten Oberlichtband, als Rückgrat und kommunikative Mitte des Gebäudes. In diesen sind die drei Funktionsbereiche – Verwaltungs-, Neben- und Gruppenräume – wie Legosteine eingeklinkt. Gegenüber den Gruppenräumen weitet sich der Flur und bildet drei Nischen aus. Teilweise abgeschirmt durch gläserne Wände sind hier zwei Speiseräume und die Bibliothek untergebracht. Die Eingänge der Gruppenbereiche sind leicht zurückgesetzt, um den Flur zu gliedern und kleine Vorzonen zu definieren. In dieser Spange zwischen Gang und Spielraum sind zudem Toiletten, Garderoben und Abstellflächen platziert. Die katholische Einrichtung unterscheidet nach Altersgruppen, von Krippenkindern bis hin zu fünfjährigen Vorschulkindern, die jeweils über einen eigenen Raum verfügen. Ein weiterer großer Bewegungsbereich ergänzt das umfangreiche Raumprogramm. Konstruktion und Ausstattung des Gebäudes sind einfach gehalten: Die Mischkonstruktion aus Mauerwerk und Beton ist weiß verputzt, die Böden sind mit Linoleum belegt und der warme Farbton des Sucupira-Holzes der Fenster- und Türrahmen kontrastiert mit dem Weiß der Wände.
