Die Baukörper der neuen Wohnsiedlung in Ceuta, einer spanischen Enklave in Nordafrika, sind präzise in die spröde Landschaft eines ehemaligen Steinbruchs eingepasst. Sie nehmen 127 Wohnungen auf, die auf vier Gruppen aus zweigeschossigen Patiowohnungen sowie sechs Türme verteilt sind. Zwischengeschaltete Freibereiche, Loggien und Höfe, stellen für alle Wohnungen den Außenbezug her. Sie bieten baulichen Schutz vor dem aggressiven Seewind, ohne den Blick auf das Mittelmeer und ein nahe gelegenes Kastell einzuschränken. Die Eingänge der Türme weisen geschützte, nischenartigen Vorbereiche auf, während die Patiowohnungen Zugänge auf beiden Ebenen besitzen. Die wenigen Materialen mussten vor Ort verfügbar und von lokalen Handwerkern zu verarbeiten sein. So dominiert rauher Beton die geschlossenen Seitenflächen der Häuser, während vorgehängte Gitterroste aus verzinktem Stahl den offenen Fassaden ein einheitliches Erscheinungsbild verleihen. Zudem verstärken sie den kubischen Charakter der einzelnen Baukörper und wirken als Sicht- und Sonnenschutz für die Wohnungen. Dahinter scheinen farblich hervorgehobene Fassadenelemente durch, sowie Holzvertäfelungen und Klappläden, die aus recycelten Schaltafeln hergestellt sind. Durch diese Schichtung gewinnt die Gesamtanlage trotz der rohen Materialien eine südländische, heitere Anmutung.
