Wohnhaus in Porto

Das schmale, zwischen anderen Altbauten eingezwängte Wohnhaus befand sich vor dem Umbau in einem desolaten Zustand. Die Architekten nutzten diese Situation, um das Gebäude komplett zu entkernen und neu zu organisieren. Lediglich die Außenwände aus Granitmauerwerk sowie die tragenden Holzbalken der Zwischendecken blieben erhalten. Der Innenraum ist nun als vertikale Raumfolge komponiert, die wesentlich durch die einläufige, nach einer Seite frei auskragende Holztreppe bestimmt wird. Man betritt das Haus auf der untersten, in den Hang gebauten Ebene, die allein als Eingangsbereich dient. Darüber liegen – durch einige Stufen räumlich voneinander getrennt – Schlafzimmer und Bad. Eine Etage höher befindet sich der zentrale Wohnraum: Dieser wird durch die offene Küche sowie einen erneuten Niveausprung in einen Wohn- und einen Essbereich geteilt. Den Abschluss des viergeschossigen Gebäudes bildet das als Büro genutzte, zurückgesetzte Staffelgeschoss, dem eine großzügige Dachterrasse vorgelagert ist. Während die Straßenfassade im Sinne ihrer historischen Gestalt als Lochfassade mit Putzfaschen und schmiedeeisernem Geländer saniert wurde, erhielt die rückwärtige Stirnseite eine durchgängige transluzente Bekleidung aus Polycarbonatwellplatten. Nicht zuletzt durch solch preiswerte Materialien konnte der Umbau kostengünstig realisiert werden.

Wohnhaus in Porto